ad usum proprium 
die literarische Seite von Birgit Gerlach

DAS GEDICHT 


November


Krähen schwärzen Himmel und Dächer,

in Schwärmen fallen sie ein.

Blätter, noch gestern leuchtend im Lichte,

sind graubrauner Matsch auf nasskaltem Stein.


Nackt und kahl steht die knorrige Eiche

auf längst verlassenem Feld.

Hoch oben im Geäst hockt ein Bussard,

der nach Beute Ausschau hält.


Ich spähe nach Hoffnung in all dem Grauen,

doch Nebel verwehrt mir die Sicht.

Über die Wiese springen leichtfüßig Rehe,

die stört der Novemberblues nicht.



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