ad usum proprium 
die literarische Seite von Birgit Gerlach

FUNDUS / INHALT


DAS GEDICHT




Birnen


Der Herbstwind braust

und Birnen fall'n vom Baum,

die saftschwer auf die Straße klatschen,

wo sie überreif zermatschen.

Niemand wollt' sie pflücken

geschweige denn sich bücken.

Sie sind nicht glatt, so wie ein Bild;

sie wachsen hier ganz einfach wild,

entsprechen nicht der Norm

im Geschmack und in der Form.

Und wir wissen – keine Frage,

weh dem, der Widersprüche wage:

Was nicht genormt ist, birgt Gefahren,

das ist Konsens, schon seit Jahren.



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